Schmierblutungen: Wann und warum sie auftreten können

#FemHealth#Periode#Zyklus

Die wichtigste Nachricht vorab: Nahezu jede Frau hat im Laufe ihres Lebens mal Zwischenblutungen und Schmierblutungen außerhalb des normalen Monatszyklus. Und in den allermeisten Fällen sind die Ursachen harmlos. Wir erklären, worin der Unterschied zur Periode liegt und wie es zu einer Zwischenblutung kommen kann.

Was ist eine Schmierblutung?

Widmen wir uns erst einmal der Begriffsbestimmung – denn die Wörter Schmierblutung und Zwischenblutung werden oftmals durcheinander gebracht. Kurz gesagt: Die Zwischenblutung ist ein Oberbegriff für alle Blutungen, die außerhalb der regulären Menstruation auftreten. Schmierblutung ist eine der häufigsten Formen der Zwischenblutung und definiert wiederum eine Erscheinungsform der Blutung. Das Blut einer Schmierblutung ist in der Regel bräunlich und in der Konsistenz leicht schleimig, im Gegensatz zum rötlichen Menstruationsblut.

Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten der Unterscheidung. Während die reguläre Menstruationsblutung bis zu sieben Tagen dauert, dauert die Schmierblutung in der Regel nur ein bis drei Tage. Aus gutem Grund spricht man auch von “Spotting”, da der vaginale Ausfluss meist nur leicht ist.

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Gründe für eine Schmierblutung

Es gibt verschiedene Ursachen für Schmierblutungen während des Zyklus. Die häufigsten Gründe sind sind dabei hormoneller oder organischer Natur.

Hormonelle Ursachen

Eine Schmierblutung hängt in den meisten Fällen mit Hormonschwankungen während des Zyklus zusammen. Viele Frauen haben beispielsweise in der Mitte ihres Zyklus während des Eisprungs eine leichte Schmierblutung, man spricht dann von Ovulationsblutung. In der Pubertät und in den Wechseljahren ist der weibliche Körper starken Hormonschwankungen ausgesetzt – auch hier kann es zum Spotting kommen. Zwischen- bzw. Schmierblutung kann beispielsweise auch dann auftreten, wenn die Pille nicht wie verschrieben eingenommen wird. Oder wenn sie für Deinen Körper nicht richtig dosiert ist. In diesem Fall kann Dir Deine Frauenärztin oder Dein Frauenarzt beratend zur Seite stehen.

Wird wiederum das vom Hormon Progesteron nicht ausreichend vom Körper produziert, spricht man von einer Gelbkörperschwäche. Dieses Hormon ist dafür zuständig, die Gebärmutterschleimhaut nach dem Eisprung aufzubauen, um eine Schwangerschaft aufrechtzuerhalten. Eine verkürzte zweite Zyklushälfte oder Schmierblutung sind dafür typische Anzeichen. Frauen mit einer Gelbkörperschwäche leiden häufig unter einem unerfüllten Kinderwunsch.

Organische Ursachen

Schmierblutungen können aber auch organische Ursachen haben. Beispielsweise sind sie Symptom der weit verbreiteten und oft schmerzhaften Endometriose. Auch bei Entzündungen des Eileiters oder der Eierstöcke oder bei einer Schilddrüsen- und Lebererkrankung kann Spotting auftreten. Das Aufsuchen eines Arztes ist in diesem Fall ratsam. Bei Frauen, die sich eine Spirale haben einsetzen lassen, kann es in den Wochen nach dem Einsetzen oder der Entnahme zu Schmierblutungen kommen. Zu guter letzt kann die Psyche “Schuld” sein: Starke Emotionen wie Trauer, Stress oder Freude haben nämlich ebenfalls Auswirkung auf unseren Zyklus.

Schmierblutung vor oder nach der Periode

Wie oben bereits beschrieben, tritt die sogenannte Ovulationsblutung meist für ein bis drei Tage in der Mitte des Zyklus auf, oft zusammen mit dem Mittelschmerz. Es kann aber auch kurz vor der Periode zu einer Schmierblutung kommen. Diese Schmierblutung am Ende der Lutealphase wird auch als Vorblutung oder prämenstruelles Spotting genannt. Eine postmenstruelle Blutung hingegen tritt direkt nach der Periode auf und ist leicht bräunlich.

Übrigens: Die Schmierblutung muss nicht immer als Zwischenblutung auftreten. Auch die reguläre Periode kann eine Schmierblutung sein – auch wenn das sehr selten vorkommt. Dann spricht man von Hypomenorrhoe, eine schwache, sehr kurze Menstruationsblutung.

Schmierblutung in der Schwangerschaft

Viele Schwangere haben in den ersten Wochen und Monaten Schmierblutungen, die verständlicherweise schnell verunsichern können, aber nicht zwingend Grund zur Sorge sind. So kann es sich beispielsweise um sogenannte “Einnistungsblutungen” handeln, wenn sie die befruchtete Eizelle mit der Schleimhaut der Gebärmutter verbindet. Hier kann es zu harmlosen, leichten Verletzungen der Gebärmutterschleimhaut kommen. Und auch in den Monaten danach kann es zu leichten Blutungen kommen. Der Grund: Der Körper produziert weiter Hormone zur Zyklusregulation. Es handelt sich bei diesen Schmierblutungen aber nicht um Menstruationsblut. Um sich die Angst vor einer Eileiterschwangerschaft und einer drohenden Fehlgeburt zu nehmen, einfach die auftretende Blutung mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt abklären. Denn es kann auch einen ernsten Hintergrund haben und beispielsweise ein Anzeichen für ein vorzeitige Ablösen der Plazenta. In diesem Fall sind die Blutungen meist heftiger und dunkelrot.

Tipps zum Umgang mit Schmierblutungen

Ganz egal, ob Du schwanger bist, in den Wechseljahren oder noch eine junge Frau: Wenn Dich Deine Schmierblutungen verunsichern oder wenn sie heftiger auftreten, ist es immer sinnvoll, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache zu finden. Dokumentiere vorab die Häufigkeit und die Dauer Deiner Blutungen. Das hilft, um rasch die Diagnose zu stellen. In der Regel ist keine Behandlung bei Schmierblutungen erforderlich – beispielsweise wenn Deine Schmierblutungen zyklusabhängig sind. Nur in manchen Fällen müssen nach der Diagnose Medikamente eingenommen werden.

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